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Der Frühling geht wieder!
- April eben, Na und! -
Nichts zu sehen? ... GENAU!
Endlich
wieder Wochenende! Auch wenn der Wetterbericht nichts gutes zu berichten wusste,
wollten wir uns wieder auf den Weg machen. Diesmal sollte es nach Biankas
"Wasserballett" für unser Krümelchen nach
Bad Ems
gehen. Wir hatten uns den Stellplatz an
Kutschers Marina ausgesucht. Das ist ein
kleiner Yachthafen an einem Kanal der Lahn im Ortsteil Nievern, ca. 20
Gehminuten von der Innenstadt von Bad Ems entfernt. Gegen 19:45 Uhr holte ich
Bianka von der Wassergymnastik in Mayen ab und wir konnten uns auf den 70km
langen Weg nach Bad Ems machen. Noch regnete es nur ein bisschen. Wie oben zu
sehen ist, war es schon dunkel als wir ankamen. Leider verweisen nur zwei
klitzekleine Schilder auf den Stellplatz hin, so dass wir erst einmal
vorbeibrausten. Wir fanden dann aber doch noch ein freies Plätzchen und
richteten uns für die Nacht ein. Dazu gehörte natürlich auch die
Stromversorgung, die wie in
Sinzig verbrauchsabhängig berechnet wird. Auch
hier kostet die kwH 50 Cent.
Am
nächsten Morgen konnten wir uns den Stellplatz genauer ansehen. Der Boden
besteht aus stabilem Schotter und die Stellflächen sind parzelliert. Viel Platz
hat man zwar nicht aber für uns hat es gereicht. Die Platzbesitzer, die Familie
Kutscher bewohnt das schmucke runde Haus, das auf dem Foto links zu sehen ist.
Eine schöne Grillhütte gehört auch zur Ausstattung des Platzes,
genauso
wie ein Sanitärgebäude. Die Benutzung der Toiletten ist kostenlos. Für die
Duschen sind zur Öffnung der Duschkabinen 2 x 50 Cent-Münzen erforderlich. Eine
Zeitbegrenzung für die Nutzung des heißen Wassers gibt es nicht. Es wird
lediglich darum gebeten, die Duschkabine wieder zu reinigen, wenn man mit dem
eigenen Körper fertig ist.
An
der Seite des Sanitärgebäudes befindet sich die Entsorgung für die Toiletten und
der Frischwasseranschluss. Für das Frischwasser bitten die Betreiber um eine
freiwillige Spende. Eine wirkliche Besonderheit des Platzes, die wir so noch nie
erlebt haben, ist die Möglichkeit, Fahrräder kostenlos zu nutzen. Hierzu sind
einige Räder markiert und man muss sich lediglich in ein Buch eintragen.
Um
den Wissensdurst der Gäste zu stillen, ist ein separater Raum eingerichtet, in
dem zahlreiche Prospekte über Bad Ems und Umgebung informieren. Des weiteren
gibt es einige Infotafeln, die über die Regeln auf dem Platz aufklären.
Vorbildlich sind auch die Entsorgungsmöglichkeiten für den täglichen Müll. Hier
wird getrennt!
Nach
diesem ersten Rundgang, natürlich mit Hund, ging es zurück zum Frühstück. Dabei
stellte sich dann auch gleich Frau Kutscher vor. Sie kam natürlich zum
Kassieren. Der Platz kostet pro Nacht 8 Euro. Bei ihr konnten wir auch gleich
unsere Frühstücksbrötchen für den nächsten Morgen bestellen. Sie liegen dann in
dem Raum bereit, wo auch die Prospekte zu finden sind.
Nach
dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Nach etwa 200m
kommt man an einem Laden für Bootszubehör und in sehr begrenztem Umfang für
WoMo's vorbei, der auch durch die Familie Kutscher betrieben wird. Unseren
Einkauf nahm Frau Kutscher mit zurück zum Stellplatz und deponierte ihn vor
unserem WoMo. Vielen Dank noch mal für den Service! Wenige Meter weiter findet
man einen ALDI und genau gegenüber ...
einen
Getränkehandel. Etwa 200m weiter findet man dann noch einen Lidl, der in eine
alte Fabrik integriert ist. Direkt um die Ecke wartet, zumindest während der
Öffnungszeiten, ein Dönerladen, der auch Pizza anbietet, auf seine Kundschaft.
Hierzu darf man aber zunächst den Lahnkanal überqueren.
Anschließend
ist man auch fast in der Innenstadt von Bad Ems. Zunächst fiel uns ein Pavillon
auf, der zu einem kroatischen Restaurant gehört. Das war natürlich eine Option
für das Mittagessen. Aber soweit war es noch nicht. Zunächst hieß es erst
einmal, die Geschäfte zu erkunden. Schließlich brauchten bzw. wollten wir noch
etwas fürs Krümelchen und die Mama i.L. (in Lauerstellung) benötigte auch noch
den einen oder anderen Ausrüstungsgegenstand. Hierzu fanden wir einen Woolworth
und diverse Drogeriemärkte, die unsere Bedürfnisse befriedigen konnten. Nach
dieser Shoppingtour, die natürlich seine Zeit brauchte, war es auch Zeit, Mittag
zu machen. Mittlerweile hatte es auch wieder angefangen, zu regnen. Da wir keine
Lust hatten, lange zu suchen, kehrten wir um und in das kroatische Restaurant
ein. Das Ambiente war echt toll, so dass wir schon phantasierten, wie wir unsere
eigen Wohnstube einrichten wollen. Auch das Essen war sehr empfehlenswert.
Nach dem wir uns gestärkt hatten, wollten wir uns auch noch den Rest von Bad Ems anschauen. Nach dem wir den Einkaufsbereich durchwandert hatten, kommt man in den Kurbereich der Stadt. Damit sich die Kurgäste nach diversen Anwendungen auch entspannen können, ist auch eine Spielbank zu finden. Um einen Eindruck zu gewinnen, klickt die Bilder einfach groß.
Leider
fing es wieder etwas stärker an zu regnen, so dass wir zunächst auf einen Kaffee
Halt machten und da sich das Wetter nicht wirklich besserte, den Rückweg
antraten. Auch Kira war damit einverstanden.
Diese
Entscheidung war auch goldrichtig. Als wir unser WoMo betraten, öffnete der
Himmel so richtig seine Schleusen. Wir waren zwar schon nass aber genau jetzt
wären wir klatschnass geworden. Nach dem unsere Kira eine ausgiebige
Frotteemassage erhalten hatte, machte sie sich erst einmal lang und ein
ausgiebiges Nachmittagsschläfchen.
Wir genossen zunächst einmal die heiße Dusche und anschließend einen gemütlichen Abend im WoMo. Das Wetter wurde erst einmal nicht besser.
Auch
der nächste Morgen begrüßte uns so, wie der Abend sich verabschiedet hatte.
Dadurch ließen wir uns aber die Laune nicht verderben und genossen zum Frühstück
die frischen Brötchen, die natürlich im Serviceraum auf uns gewartet haben.
Erst
gegen 10:00 Uhr wurde es trocken und die Sonne ließ sich das erste Mal blicken.
Diese Chance nutzten wir natürlich sofort und machten uns auf den Weg. Ziel war
die Erkundung des Wanderweges auf der anderen Kanalseite.
Witzig fanden wir dieses Schild. Allerdings haben wir uns gefragt, ob Hunde nur an der Leine ein Häufchen machen dürfen. Ob der Grafiker dieses Schildes wirklich einen Hund oder doch eher eine Katze malen wollte, blieb uns leider auch verschlossen.
Bei
diesem Spaziergang gab es auch einiges zu entdecken. Zunächst sahen wir die Ver-
und Entsorgung sowie die Tankstelle für Yachten, die auch von der Familie
Kutscher betrieben wird. Anschließend entdeckten wir noch einen interessanten
Steilehrpfad und konnten uns den Stellplatz mal von "hinten" anschauen. Und Kira
konnte endlich mal frei laufen.
Am
Ende des Kanals entdeckten wir eine Schleuse, die den Kanal von der Lahn trennt.
Durch diese Schleuse ist das Gebiet eigentlich hochwassersicher. Des weiteren
sollen auch die Liegeflächen für die Boote eisfrei sein.
Auf der anderen Seite der Lahn im Ort Fachbach entdeckten wir noch einen Campingplatz mit einer eigenen Bootsanlegestelle.
Da
die Zeit mal wieder fortgeschritten war, ging es erst einmal zurück zum WoMo.
Leckere selbst gekochte Kartoffelsuppe wartete auf ihre Vernichtung. Nach einer
gepflegten Mittagsruhe machten wir uns nochmals auf den Weg. Auf der anderen
Seite der Bundesstraße hatten wir einen Netto, einen 1-Euro-Shop und ein
Dänisches Bettenlager entdeckt, allerdings bisher keinen Fußweg dorthin
feststellen können. Es gibt aber einen, wenn man der Nieverner Straße (dort
liegt der SP) ortsauswärts folgt und dem Weg unter der Bundesstraße folgt.
Laufzeit beträgt 10 - 15 Minuten.
Zum Abendessen hatten wir uns einen Döner vorgenommen. Nach der Pleite in Sinzig, zog ich diesmal persönlich los und hatte tatsächlich Glück. Die Dönerbude hatte geöffnet. Dabei entdeckten wir auch, dass es hier eine recht umfangreiche Pizzakarte gibt. Alle Pizzen werden im Steinofen gebacken. Die Döner werden grundsätzlich aus Hähnchen- oder Putenfleisch hergestellt und schmecken echt lecker. Doch Vorsicht: Wer scharf bestellt, so wie wir, bekommt auch scharf. Das Chilli im Döner färbt die Lippen stärker als jeder Lippenstift! Da wir es jedoch schön scharf mögen, war der Döner genau richtig.
Am
nächsten Morgen wartete eine ziemlich üble Überraschung auf uns: es schneite und
nicht gerade wenig. Also beschlossen wir, doch etwas früher den Rückzug
anzutreten. Wer weiß, wie es in der Eifel ausschaut und ob wir überhaupt unseren
Berg hinaufkommen. Das ungute Gefühl verstärkte sich noch, nach dem wir Koblenz
in Richtung Mayen verlassen hatten. Auf der A48 türmte sich rechts und links der
Straße der Schnee. Die Straßen waren aber schon halbwegs frei. Dass hier in den
Morgenstunden das absolute Chaos herrschte, erfuhren wir erst zu Hause. Auf dem
weiteren Heimweg hatten wir Glück. Bei uns zu Hause lag gar kein Schnee.
Normalerweise ist dort alles zu, wenn es schon bei Koblenz und Mayen ein
bisschen schneit.
So ging auch dieser Ausflug zu Ende. Im Sommer, bei schönem und warmen Wetter ist Bad Ems auf jeden Fall eine Tour wert und der Stellplatz ist auf Grund seiner Lage und Ausstattung als hochwertig zu bezeichnen, wodurch der Preis durchaus gerechtfertigt ist. Aber jetzt freuen wir uns schon auf die nächste Tour. Mal sehen, wo es hingeht.
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