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Unser erster Versuch - Die Katastrophe
2004 beschlossen wir uns ein Wohnmobil zuzulegen. Der Entschluss fiel uns nicht schwer, da wir bis zu diesem Zeitpunkt unsere Kira immer in Tierpensionen unterbringen mussten, wenn wir in den Urlaub wollten. Jetzt sollte sie endlich mitfahren dürfen. Allerdings wollten wir auch nicht zu viel Geld ausgeben und so kamen wir auf die heroische Idee, uns ein WoMo bei eBay zu ersteigern. Anschließend wollten wir noch etwas Geld zum Verschönern investieren. Schnell fanden wir auch ein günstiges Fahrzeug, dass zumindest von den Fotos her nicht schlecht aussah. Es war ein FFB/Tabbert auf Basis eines Renault, Baujahr 1984 mit 180.000km (ATM mit 18.000). Nach erfolgreicher Auktion fuhren wir nach Hamburg, um unser „neues“ WoMo abzuholen. Bei der ersten Besichtigung war uns schon klar, dass wir etwas Arbeit investieren müssen. Die erste Überraschung erlebten wir dann auf den ersten 100 km auf dem Weg nach Hause (nachdem ich feststellen musste, dass 60 PS etwas wenig sind und Renault von Geräuschdämmung nicht viel hält). Die Tankanzeige war defekt. Obwohl der Tank noch halb voll sein sollte (sagte zumindest die Anzeige), rollten wir mit akutem Dieselmangel mitten in der Nacht auf der A23 aus. Erst mit Hilfe des ADAC und 10 Liter Diesel konnte es weitergehen. In den nächsten Tagen machten wir dann einen Plan, was alles gemacht werden sollte:
- Sat-Anlage einbauen,
- Roststellen an der Karosserie entfernen,
- Polster erneuern,
- neue Gardinen nähen
und aufhängen,
- alle Schranktüren mit Möbelfolie
bekleben,
- Matratze im
Alkoven austauschen,
- Gasanlage in Gang bringen und
Gasprüfung durchführen,
Der
Einbau der Sat-Anlage (ca. 300 Euro) und das Beseitigen der Roststellen war kein
Problem. Schlimmer war dann schon, dass wir feststellen mussten, dass das WoMo
nicht ganz dicht ist. Damit begann eine Klebe und Silikonorgie (> 50 Euro),
auch wenn wir es bis zum Schluss nicht ganz geschafft haben. Nach kurzer Suche
fanden wir in Heide eine Polsterei, die uns eine neue Sitzgruppe aus Schaumstoff
herstellte (ca. 400 Euro). Das Beziehen wollten wir selbst übernehmen. Bianka
hatte in der Zwischenzeit neue Gardinen (ca. 100 Euro) genäht und alle Türen
und Schränke mit Möbelfolie (ca. 200 Euro) beklebt. Als wir soweit waren,
wollten wir die jährliche Gasprüfung durchführen lassen. Da erlebten wir eine
weitere Überraschung: Das WoMo wollte nicht anspringen. Der Anlasser gab keinen
Mux von sich. Wieder musste der ADAC ran. Leider mussten wir tatsächlich einen
neuen Anlasser (450 Euro) einbauen lassen. Nach dem das geschafft war, fuhren
wir endlich zur Gasprüfung und erlebten den absoluten Schock:
1. Die Gasleitungen müssen erneuert werden (soll nicht so
schlimm sein, kann man wohl selber machen).
2. Der
gesamte Unterboden ist durchgefault und muss erneuert werden. Hierzu muss der
gesamte Aufbau entfernt werden. Geschätzte Kosten: ca. 2.000 Euro.
Nach dem wir den Schock überwunden
hatten, stand fest, dass die Möhre weg muss. Gesagt, getan! Wir haben zwar
einen nicht unerheblichen Verlust erlitten, schließlich steckten in dem WoMo
viele Arbeitsstunden drin, aber wir wurden das Fahrzeug wieder los. Dass wir
immer noch ein WoMo haben wollten stand allerdings fest, aber diesmal nur
vom Händler.