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Anna und mal wieder das Wetter
An
diesem Wochenende stand mal wieder ein Treffen mit Bärbel und Klaus auf dem
Plan. Eigentlich hatten wir beabsichtigt, das WE auf einem Stellplatz in der
Nähe von Hagen zu verbringen, allerdings mussten wir feststellen, dass kein
geeigneter SP zu finden war. Nach mehrtägiger Sucherei kamen wir auf
Düren.
Im Internet erfuhren wir dann auch, dass an diesem WE der
Annamarkt stattfindet. Das passte natürlich
hervorragend. Dessen ungeachtet gefiel uns, zumindest durch das Internet und den
Bordatlas, der innenstadtnahe
Stellplatz, der durch eine
Interessengemeinschaft betrieben wird. Das machte uns natürlich neugierig. So
hieß es dann endlich wieder WoMo packen, Tanks füllen, für gutes Wetter beten
und sich am Freitag rechtzeitig vom Arbeitsplatz abmelden. Insbesondere der
letzte Punkt klappte hervorragend. Gegen 12:30 Uhr konnten wir uns auf den Weg
machen. Knapp 100km, in Masse Landstraße lagen vor uns. Nach etwas mehr als
einer Stunde erreichten wir unser Ziel. Bereits am Tor wurden wir sehr
freundlich von einem Vertreter der
Interessengemeinschaft Reisemobilhafen Düren
begrüßt. Dass wir noch ein Plätzchen für Bärbel und Klaus freihalten wollten,
war für ihn überhaupt kein Problem. Auch sonst war die Betreuung auf dem Platz
sehr gut. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle!
Nach
dem wir uns für ein Plätzchen entschieden hatten, wurde erst einmal aufgebaut.
Der Platz liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Glashütte. Der Untergrund
besteht aus Schotter. Der Zufahrtsweg ist asphaltiert. Der SP bietet zur Zeit
Platz für ca. 20 Wohnmobile. Eine Parzellierung besteht aus Koniferen, was ganz
nett gemacht ist. Für jeden Stellplatz steht auch ein Stromanschluss zur
Verfügung. Dieser ist mit jeweils 16 A mehr als ausreichend abgesichert. Da kann
im Sommer auch mal die Klimaanlage laufen ohne das es gleich finster wird auf
dem Platz. Über eine ausgebaute Ver- und Entsorgung verfügt der Platz natürlich
auch.
An
einem umfunktionierten Bauwagen findet der Besucher jede Menge Informationen und
Prospekte, die für eine Erkundung der Umgebung sehr hilfreich sind. Dort kann
man auch die Gebührenordnung nachlesen. Der Platz kostet pro Nacht und Mobil 6
Euro. Für Strom sind 2 Euro zu entrichten. Sofern man lediglich die Ver- und
Entsorgung nutzen möchte, zahlt man jeweils 1 Euro.
Eine
gute Idee ist auch die vorbereitete Sitzecke, die zum Grillen und Quatschen
genutzt werden kann. Wir sind davon überzeugt, dass man hier in Düren noch nicht
ganz fertig ist. Der Stellplatz wird bestimmt noch größer. Die Betonplatte, die
wir dort sahen lässt auch den Schluss zu, dass demnächst noch mit der Errichtung
von Sanitäranlagen begonnen wird.
Nach
dem wir die erste Erkundung und den Aufbau abgeschlossen hatten, riefen wir
Bärbel und Klaus an. Leider steckten sie in einem 10km Stau bei Köln. Deshalb
war nun unser Pfotentier mit einem ersten Spaziergang dran. Sehr schön ist die
Lage des Stellplatzes in der Nähe der Rur (ca. 200m). Dorthin führte uns unser
Weg.
Als
wir zurück waren brauchten wir auch nicht mehr lange auf Bärbel, Klaus, Charly
und Biene zu warten. Nach einem ersten Hallo gab es erst einmal Kaffee und
anschließend eine etwas längere Hunderunde, damit wir Appetit auf Gegrilltes
bekommen. Wiederum wählten wir den Weg an der Rur entlang, nur ging es diesmal
ein wenig weiter. Besonders witzig fanden wir ein Pärchen, dass sich auf dem Weg
schweigend stritt. Den Beginn erlebten wir auf dem Hinweg und auf dem Rückmarsch
ca. 20 Minuten später schwiegen sie sich am selben Platz immer noch an. Ob sie
da heute noch stehen, haben wir leider nicht überprüft.
Zurück auf dem Platz musste Bianka erst einmal Probe sitzen. Klaus hatte ihr eine WoMo-Fußbank mitgebracht, da unser Duc doch eher für große und kräftige Handwerker und nicht für kleine Frauen gemacht war. Offensichtlich passt die Fußbank perfekt.
Dann war es
an der Zeit den Grill vorzubereiten und das Abendbrot zu genießen. Den
Erfahrungen aus Oberhausen folgend, wurde anschließend noch abgewaschen und zwar
gemeinsam.
Auch Bienchen wollte helfen, doch die Leine war etwas kurz.
Nach
der gemeinsamen Anstrengung ließen wir den Abend entspannt ausklingen.
Der
nächste Morgen begrüßte uns mit wunderschönem Sonnenschein, auch wenn der Wind
doch recht frisch war. Trotzdem ließen wir uns nicht die Laune verderben und
frühstückten draußen, was auch unsere Vierbeiner toll fanden.
So
gestärkt machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um den Annamarkt zu
besuchen. Mal gut, dass es so frisch war und wir unsere Jacken mitgenommen
haben. So konnten uns die Regenschauer, die wir zwischenzeitlich immer wieder
mal genießen durften, nichts ausmachen.
Während der Anreise hatten wir feststellen müssen, dass die Beschilderung zum Stellplatz doch noch ausbaufähig ist. Jetzt entdeckten wir doch noch ein Schild, auch wenn es dort völlig unnütz steht. Jeder der dieses Schild aus dem WoMo sieht hat es geschafft, eine 2,50m hohe Brücke zu unterfahren. Ich glaube das schaffen lediglich ältere ausgebaute Bullis.
Bis
zur Innenstadt von Düren läuft man etwa 30 Minuten. Der Annamarkt hatte gerade
begonnen, als wir eintrafen. Hierbei handelt es sich um einen mittelalterlichen
Markt auf dem es einiges zu entdecken gab. Doch zuvor mussten die zwei Kleinsten
in unserer Runde erst einmal was trinken. Auf diesem Weg bedanken sich die zwei
Vierbeiner bei der Dürener Feuerwehr für die leckere und erfrischende
Kaltschale.
Besonders schön fanden wir die vielen tollen Kostüme und die Pflege des traditionellen Marktes, wie es die folgenden Bilder belegen.
Nach einem ersten Rundgang genossen wir erst einmal einen leckeren Kaffee / heiße Schokolade oder Cappuccino. Dabei überraschte uns auch der erste Regenschauer des Tages. Das war dann auch das Signal für uns, ein trockenes Plätzchen zu suchen und etwas zu essen. Es gab sehr leckeren Backfisch mit Brötchen und Remoulade. Den Stand kannten wir schon von unserem Wochenende in Jülich.
Nach
dem wir uns alles angeschaut hatten und auch das Wetter einen trockenen Heimweg
erwarten ließ, machten wir uns auf den Rückweg. Allerdings hatten wir uns beim
Wetter doch etwas geirrt. Kurz vor besagter 2,50m Brücke öffnete der Himmel
wieder seine Pforten. Zum Glück konnten wir uns aber unterstellen und das Ende
des Regengusses abwarten. Als wir den SP erreichten, war wieder wunderschönes
Wetter, so dass wir uns von dem doch etwas längeren Spaziergang erst einmal bei
einer Tasse Kaffee erholen konnten. Als wir das Gelände des SP betraten
erzählten uns andere WoMo-Fahrer, dass uns jemand in einer Feuerwehruniform
gesucht hätte. Offensichtlich hat jemand im
Wohnmobilforum bzw. in der
Mobilen
Freiheit gelesen, dass wir an diesem WE hier in Düren sind. Aber erst
einmal konnten wir etwas faulenzen und die Sonne genießen.
Und
dann kam unser Besuch. Es war "Janka" aus dem Wohnmobilforum, der
Bereitschaftsdienst bei der Feuerwehr hat und aus Düren kommt. Da wir uns alle
noch nie begegnet waren, gab es bei einer Tasse Kaffee einiges zu erzählen.
Kurz
nachdem er wieder los musste und wir eigentlich den Grill anschmeißen wollten,
fing es wieder an zu regnen. Dazu gab es noch einiges an Wind, so dass wir die
Markise nicht als Regenschirm verwenden konnten. Als mussten wir schnell alles
in Sicherheit bringen und im WoMo das Ende des Regenschauers abwarten. Zum Glück
war der Schauer schnell vorüber, so dass wir bald wieder draußen sitzen konnten.
Da
der Wind mittlerweile nachgelassen hatte, konnten wir jetzt auch die Markise
ausfahren, was sich beim Essen als Vorteil erwies, da es zwischendurch doch
wieder etwas zu pieseln anfing. Doch zunächst wurden die Grill's vorgeheizt und
das Abendessen vorbereitet.
Wie immer schmeckte es hervorragend.
Auch das Wetter hielt sich, so dass wir auch den Rest des Abends draußen sitzen konnten.
Auch
der Sonntag begann sehr vielversprechend und warm. Nach dem Frühstück machten
wir uns noch einmal mit den Hunden auf und erkundeten weitere Möglichkeiten an
der Rur entlang. Wir entdeckten eine Möglichkeit am Fluss entlang in die Stadt
und auf der anderen Uferseite wieder zurück.
Gegen 15:00 Uhr hieß es dann mal wieder Abschied nehmen und zurück nach Hause. Eigentlich rechneten wir mit einer Fahrzeit von etwas mehr als einer Stunde, nur hatten wir nicht damit gerechnet, dass die Bundesstraße zum Nürburgring wegen eines Radrennens gesperrt war. Das wäre eigentlich kein Problem, doch wir hätten es eigentlich aus dem letzten Jahr wissen müssen, dass bei einer Sperrung die Autofahrer selbst nach Hause finden müssen. Ausgewiesene Umleitungen gab es mal wieder nicht und das Navi wollte uns immer wieder zurück schicken, was ja nicht funktionierte. Also irrten wir ein wenig durch die Eifel und fanden dann doch mit ein bisschen Glück den Heimweg. Diese Aktion kostete uns fast eine Stunde, reichlich Nerven und brachte mir wieder ein paar graue Haare mehr ein.
Trotz dieses Tourendes war es mal wieder ein schönes Wochenende. Der Platz ist echt gut und wir sind schon neugierig wie er aussehen mag, wenn wir evtl. in einem Jahr noch mal vorbeischauen. Ach ja, im August ist in Düren Annakirmes. Das soll auch viel Spaß machen.
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