Messe in Düsseldorf 24. - 26.08.2007

                             

     

     

   

Nur gucken, nicht anfassen!

- Na ja, ein bisschen Beute ist erlaubt -

An diesem Wochenende fand die Camping und Caravaning Messe in Düsseldorf statt. Da die letzte von uns besuchte Messe in Essen im Frühjahr diesen Jahres doch recht teuer gewesen ist (da haben wir unser WoMo gekauft!), hieß es diesmal: Nur gucken, nicht anfassen und erst recht nichts unterschreiben. Aber nicht nur die Neuerungen der Caravaningindustrie zogen uns nach Düsseldorf, sondern auch die Vorfreude auf ein erstes Treffen mit Frascati aus Österreich, die wir durch das Gästebuch unserer Homepage kennen gelernt hatten und ein Wiedersehen mit Anke, Olaf und ihre Tochter Sarah, die wir in diesem Jahr erst in Oberhausen getroffen hatten. Aber zuvor mussten wir uns, wie alle anderen auch, anstellen, um einen Stellplatz zugewiesen zu bekommen. Natürlich gab es nur noch Stellflächen ohne Strom. Persönliche Wünsche hinsichtlich der Nachbarn konnten auch nicht berücksichtigt werden. Die Plätze wurden zugewiesen und damit war gut.

So gestaltete sich das Treffen mit Frascati auch etwas schwierig. Wir hatten zwar telefoniert und wussten, wann sie angekommen sind, aber wo sie standen war nicht so klar. Nach ein bisschen Suchen fanden wir aber ihr WoMo und hinterließen einen Zettel. Die beiden waren gerade auch auf der Suche nach uns. Na ja, im Endeffekt fanden sie unsere Nachricht und anschließend auch unser WoMo. Die Begrüßung war sehr herzlich. Anschließend wurde etwas geklönt und die Soljanka, die Bianka zu Hause bereits vorbereitet hatte, warm gemacht. Wie man sieht, hat es allen sehr gut geschmeckt und es gab sogar eine Gelegenheit für ein richtiges Gruppenfoto, was ein netter WoMo-Nachbar geschossen hat.

Nach dem wir dann satt waren, meldeten sich auch Anke und Olaf. Mit Hilfe modernster Telekommunikationstechnik lotsten wir sie zu uns und ein netter gemütlicher Abend konnte beginnen. Zunächst mussten die drei Nachzügler erst einmal Soljanka essen. Als wir satt waren und eher zu flüssiger Nahrung übergingen ergab sich für Olaf, dank großartigem Einsatz von Anke, die Gelegenheit, ihr WoMo direkt in unsere Nachbarschaft zu parken.

Zur Feier des Tages beschlossen wir noch nach vorn zum Festzelt zu wandern. Dabei entdeckten wir die Sanitäranlagen, die kostenlos von jedem Besucher genutzt werden können und die große mehrspurige Ver- und Entsorgungsanlage.

Auch für den anfallenden Müll war gesorgt. Außerdem entdeckten wir zwei Verkaufsstände, an denen man morgens seine Brötchen erwerben kann. Auch einen alten Bekannten sahen wir wieder. Einen Flair, über den schon in diversen WoMo-Zeitschriften berichtet worden ist und den wir bereits in Polch und in Essen gesehen hatten.

Nach kurzer Beratung wurde dann beschlossen, ins Festzelt zu gehen, zu tanzen und ein wenig zu feiern. Die Stimmung war nicht zuletzt wegen der hervorragenden Livemusik richtig gut. Das eine oder andere Gläschen weniger wäre wahrscheinlich kein Fehler gewesen, wie man sieht. Und damit meine ich nicht nur den Fotografen. Klickt einfach mal die Bilder durch. Wir haben auf jeden Fall alle sehr gut geschlafen, auch wenn der eine oder andere Flieger durch unser WoMo starten wollte.

 

   

Am nächsten Morgen ging es erst einmal zum Duschen und zum Brötchen holen. Schon erstaunlich, was es alles für WoMo's gibt und was deren Besitzer so damit anstellen, um Individualität zu demonstrieren. Ich find's toll. Erstaunlich fand ich auch, dass die Sanitärcontainer diesem Ansturm von etwa 3.000 WoMo-Besatzungen gewachsen waren. Gut, es waren nicht alle gleichzeitig duschen aber es war immer gut voll, ohne dass man jedoch wirklich warten musste. Respekt.

Nach dem Frühstück machten wir uns dann alle auf den Weg zur Messe. Ab heute durften auch Nicht-Fachbesucher die Neuerungen der Caravanindustrie bewundern. Die kostenlosen Shuttlebusse fahren alle 10 Minuten direkt vom Stellplatz ab und bedienen 3 Eingänge der Messe. Wir entschlossen uns, am Eingang Ost anzufangen und landeten direkt erst einmal bei den Luxusmobilen.

Dabei wollten wir doch gar kein Geld ausgeben. Zum Glück konnten wir uns diese "Kleinfahrzeuge" auch gar nicht leisten, wahrscheinlich nicht einmal den kleinen Sportflitzer, der im Bauch des WoMo's verschwindet. Aber so ganz ohne Beute ging der Vormittag für uns doch nicht vorbei.

Wir ergatterten einen fahrbaren Pappkoffer für weitere Beutestücke des Tages. Bis zum Mittag schauten wir uns die Ausstellung der WoMo-Zulieferer an und liefen dem Radio bei witzigen Fotospielchen über den Weg.

Jetzt mussten wir aber erst einmal zurück, um nach unserer Kira zu schauen. Da wir nicht wussten, wie überlaufen die Hallen sind, hatten wir sie erst einmal zurückgelassen. Nach der Begrüßung wurde noch schnell Mittag gegessen und dann ging es samt Hund zurück zur Messe. Diesmal fuhren wir zum Eingang Nord, um uns bei Vertretern von Campingplätzen und Tourismusorganisationen über neue Angebote und Plätze zu informieren. Schließlich mussten wir noch unseren Kroatienurlaub planen. Auch für den Jahreswechsel hatten wir noch keine Idee. Da war die Messe wirklich hilfreich. Anschließend ging es in den Außenbereich, wo wir uns etwas zu trinken holten und den Füßen etwas Erholung gönnten. Dort war für die kleinsten Camper ein kleiner Streichelzoo aufgebaut. Denke ich wenigstens. Es kann aber auch sein, dass die Botschaft lauten sollte, auch campen ist öko. Wer weiß?

   

Nach der kurzen Pause besuchten wir die Halle mit den Zubehörlieferenten. Hier war es echt voll. Jeder Kataloganbieter lockte mit Messeangeboten die Besucher an seinen Stand. Auch wir konnten uns der Verlockung nicht entziehen und holten uns kurz vor der Rückfahrt zum Stellplatz noch einen neuen Campingtisch. Fotos haben wir in der Halle absichtlich nicht. Wir mussten schon aufpassen, dass weder wir noch unser Hund getreten wird. Deshalb wechselten wir dann doch wieder und schauten uns einige Neuheiten an. Äh, dieses Gespann sollte lediglich die motorisierten Campinganfänge demonstrieren. Das ist kein neues High-Tech-Gerät eines Wohnwagenherstellers, auch wenn die Nostalgiewelle überall mal wieder zuschlägt.

Bianka wartete geduldig, bis ich mich an der Geschichte satt gesehen hatte. Dann wechselten wir noch in den Außenbereich, wo diverse Aktivitäten, wie Schleuderparcour oder Bergt- und Talfahrt angeboten werden.

Mittlerweile war es bereits später Nachmittag und uns taten die Füße weh. Wir holten noch schnell unseren Tisch und fuhren zurück zum Stellplatz.

Zum Abendessen trafen wir auch die Anderen wieder. Da jeder seine eigenen Schwerpunkte bei einer Messe hat, hatten wir uns am Morgen in der ersten Messehalle getrennt. Vor dem Abendessen zeigte jeder noch seine Errungenschaften des Tages, was bei mir den einen oder anderen Wunsch auslöste. Frascati waren leider erfolglos. Sie waren an einem neuen WoMo interessiert, fanden jedoch nicht das richtige. Dann wurde lecker gegrillt. Olaf präsentierte den neuen Gasgrill, der auch ohne Probleme funktionierte. Auch das Ergebnis war gut, auch wenn es an einen Holzkohlegrill nicht heranreicht. Nach dem Essen wurde natürlich gemeinsam abgewaschen und aufgeräumt.

So konnten wir dann mit ruhigem Gewissen den gemütlichen Teil des Abends einläuten. Leider mussten sich Frascati am nächsten Morgen verabschieden, da sie einen Rückweg von mehr als 700km zu bewältigen hatten. Wir versprachen, weiter in Kontakt zu bleiben (hat bis jetzt geklappt) und wenn wir in der Nähe sind, mal vorbeizuschauen (hat noch nicht geklappt).

Für uns Dagebliebene stand noch ein zweiter Messebesuch auf der Tagesordnung. Diesmal blieben wir zusammen, da die individuellen Interessen befriedigt waren und wir jetzt von den Aufklärungsergebnissen der anderen profitieren konnten. Zunächst entdeckten wir was wirklich verrücktes und hochinteressantes. OK, OK, Olaf und ich fanden diesen aufgemotzten Ducato Klasse. Unsere Frauen eher langweilig.

Dann ging es wieder in die Zubehörhölle, ich meine -halle. Dort konnten wir noch eine Waschbürste fürs WoMo erstehen. Olaf hatte dieses hilfreiche WoMo-Fahrzeug am Vortag entdeckt. Er hatte auch den Stand von Froli entdeckt, den wir schon gesucht hatten. Den Grund seht ihr unten.

Das ist unsere Froli-Led-Außenleuchte. Diese verfügt über einen Bewegungsmelder (toll, wenn man gerade unterwegs ist) und eine Permanentschaltung (toll, wenn man abends vor dem WoMo sitzt). Leider gehört zum Lieferumfang kein Schalter, über den man zwischen den Stellungen Aus-Permanent-Bewegungsmelder wechseln kann. So etwas haben wir auch nicht im Zubehör oder in Baumärkten gefunden. Also sollte uns Froli auf der Messe helfen . Des weiteren war uns eine Abdeckung für die Verschraubung ausgerissen. Sie hat sich gleich auf der ersten Fahrt nach dem Einbau in der Fachwerkstatt vom Acker gemacht. Auch hier hofften wir auf Ersatz. Dank unseres Charmes waren wir auch erfolgreich. Man kann auch sagen, dass die freundlichen Froli-Mitarbeiter uns die gewünschten Teile geschenkt haben. Jetzt war die Messe für uns ein voller Erfolg. Deshalb gönnten wir uns zum Abschluss auch noch eine leckere Erbsensuppe im Außenbereich. Kira fand allerdings nur die Würstchen richtig gut. Jetzt konnten wir glücklich und zufrieden nach Hause fahren.

Fazit: Diese Messe war bedeutend billiger als die letzte in Essen.

 

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