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Nur gucken, nicht anfassen!
- Na ja, ein bisschen Beute ist erlaubt -
An
diesem Wochenende fand die Camping und Caravaning Messe in Düsseldorf statt. Da
die letzte von uns besuchte Messe in Essen im Frühjahr diesen Jahres doch recht
teuer gewesen ist (da haben wir unser WoMo gekauft!), hieß es diesmal: Nur
gucken, nicht anfassen und erst recht nichts unterschreiben. Aber nicht nur die
Neuerungen der Caravaningindustrie zogen uns nach Düsseldorf, sondern auch die
Vorfreude auf ein erstes Treffen mit Frascati aus Österreich, die wir durch das
Gästebuch unserer Homepage kennen gelernt hatten und ein Wiedersehen mit Anke,
Olaf und ihre Tochter Sarah, die wir in diesem Jahr erst in Oberhausen getroffen
hatten. Aber zuvor mussten wir uns, wie alle anderen auch, anstellen, um einen
Stellplatz zugewiesen zu bekommen. Natürlich gab es nur noch Stellflächen ohne
Strom. Persönliche Wünsche hinsichtlich der Nachbarn konnten auch nicht
berücksichtigt werden. Die Plätze wurden zugewiesen und damit war gut.
So
gestaltete sich das Treffen mit Frascati auch etwas schwierig. Wir hatten zwar
telefoniert und wussten, wann sie angekommen sind, aber wo sie standen war nicht
so klar. Nach ein bisschen Suchen fanden wir aber ihr WoMo und hinterließen
einen Zettel. Die beiden waren gerade auch auf der Suche nach uns. Na ja, im
Endeffekt fanden sie unsere Nachricht und anschließend auch unser WoMo. Die
Begrüßung war sehr herzlich. Anschließend wurde etwas geklönt und die Soljanka,
die Bianka zu Hause bereits vorbereitet hatte, warm gemacht. Wie man sieht, hat
es allen sehr gut geschmeckt und es gab sogar eine Gelegenheit für ein richtiges
Gruppenfoto, was ein netter WoMo-Nachbar geschossen hat.
Nach
dem wir dann satt waren, meldeten sich auch Anke und Olaf. Mit Hilfe modernster
Telekommunikationstechnik lotsten wir sie zu uns und ein netter gemütlicher
Abend konnte beginnen. Zunächst mussten die drei Nachzügler erst einmal Soljanka
essen. Als wir satt waren und eher zu flüssiger Nahrung übergingen ergab sich
für Olaf, dank großartigem Einsatz von Anke, die Gelegenheit, ihr WoMo direkt in
unsere Nachbarschaft zu parken.
Zur
Feier des Tages beschlossen wir noch nach vorn zum Festzelt zu wandern. Dabei
entdeckten wir die Sanitäranlagen, die kostenlos von jedem Besucher genutzt
werden können und die große mehrspurige Ver- und Entsorgungsanlage.
Auch
für den anfallenden Müll war gesorgt. Außerdem entdeckten wir zwei
Verkaufsstände, an denen man morgens seine Brötchen erwerben kann. Auch einen
alten Bekannten sahen wir wieder. Einen Flair, über den schon in diversen
WoMo-Zeitschriften berichtet worden ist und den wir bereits in Polch und in
Essen gesehen hatten.
Nach
kurzer Beratung wurde dann beschlossen, ins Festzelt zu gehen, zu tanzen und ein
wenig zu feiern. Die Stimmung war nicht zuletzt wegen der hervorragenden
Livemusik richtig gut. Das eine oder andere Gläschen weniger wäre wahrscheinlich
kein Fehler gewesen, wie man sieht. Und damit meine ich nicht nur den
Fotografen. Klickt einfach mal die Bilder durch. Wir haben auf jeden Fall alle
sehr gut geschlafen, auch wenn der eine oder andere Flieger durch unser WoMo
starten wollte.
Am nächsten Morgen ging es erst einmal zum Duschen und zum Brötchen holen. Schon erstaunlich, was es alles für WoMo's gibt und was deren Besitzer so damit anstellen, um Individualität zu demonstrieren. Ich find's toll. Erstaunlich fand ich auch, dass die Sanitärcontainer diesem Ansturm von etwa 3.000 WoMo-Besatzungen gewachsen waren. Gut, es waren nicht alle gleichzeitig duschen aber es war immer gut voll, ohne dass man jedoch wirklich warten musste. Respekt.
Nach
dem Frühstück machten wir uns dann alle auf den Weg zur Messe. Ab heute durften
auch Nicht-Fachbesucher die Neuerungen der Caravanindustrie bewundern. Die
kostenlosen Shuttlebusse fahren alle 10 Minuten direkt vom Stellplatz ab und
bedienen 3 Eingänge der Messe. Wir entschlossen uns, am Eingang Ost anzufangen
und landeten direkt erst einmal bei den Luxusmobilen.
Dabei
wollten wir doch gar kein Geld ausgeben. Zum Glück konnten wir uns diese
"Kleinfahrzeuge" auch gar nicht leisten, wahrscheinlich nicht einmal den kleinen
Sportflitzer, der im Bauch des WoMo's verschwindet. Aber so ganz ohne Beute ging
der Vormittag für uns doch nicht vorbei.
Wir
ergatterten einen fahrbaren Pappkoffer für weitere Beutestücke des Tages. Bis
zum Mittag schauten wir uns die Ausstellung der WoMo-Zulieferer an und liefen
dem Radio bei witzigen Fotospielchen über den Weg.
Jetzt
mussten wir aber erst einmal zurück, um nach unserer Kira zu schauen. Da wir
nicht wussten, wie überlaufen die Hallen sind, hatten wir sie erst einmal
zurückgelassen. Nach der Begrüßung wurde noch schnell Mittag gegessen und dann
ging es samt Hund zurück zur Messe. Diesmal fuhren wir zum Eingang Nord, um uns
bei Vertretern von Campingplätzen und Tourismusorganisationen über neue Angebote
und Plätze zu informieren. Schließlich mussten wir noch unseren Kroatienurlaub
planen. Auch für den Jahreswechsel hatten wir noch keine Idee. Da war die Messe
wirklich hilfreich. Anschließend ging es in den Außenbereich, wo wir uns etwas
zu trinken holten und den Füßen etwas Erholung gönnten. Dort war für die
kleinsten Camper ein kleiner Streichelzoo aufgebaut. Denke ich wenigstens. Es
kann aber auch sein, dass die Botschaft lauten sollte, auch campen ist öko. Wer
weiß?
Nach
der kurzen Pause besuchten wir die Halle mit den Zubehörlieferenten. Hier war es
echt voll. Jeder Kataloganbieter lockte mit Messeangeboten die Besucher an
seinen Stand. Auch wir konnten uns der Verlockung nicht entziehen und holten uns
kurz vor der Rückfahrt zum Stellplatz noch einen neuen Campingtisch. Fotos haben
wir in der Halle absichtlich nicht. Wir mussten schon aufpassen, dass weder wir
noch unser Hund getreten wird. Deshalb wechselten wir dann doch wieder und
schauten uns einige Neuheiten an. Äh, dieses Gespann sollte lediglich die
motorisierten Campinganfänge demonstrieren. Das ist kein neues High-Tech-Gerät
eines Wohnwagenherstellers, auch wenn die Nostalgiewelle überall mal wieder
zuschlägt.
Bianka
wartete geduldig, bis ich mich an der Geschichte satt gesehen hatte. Dann
wechselten wir noch in den Außenbereich, wo diverse Aktivitäten, wie
Schleuderparcour oder Bergt- und Talfahrt angeboten werden.
Mittlerweile war es bereits später Nachmittag und uns taten die Füße weh. Wir holten noch schnell unseren Tisch und fuhren zurück zum Stellplatz.
Zum
Abendessen trafen wir auch die Anderen wieder. Da jeder seine eigenen
Schwerpunkte bei einer Messe hat, hatten wir uns am Morgen in der ersten
Messehalle getrennt. Vor dem Abendessen zeigte jeder noch seine Errungenschaften
des Tages, was bei mir den einen oder anderen Wunsch auslöste. Frascati waren
leider erfolglos. Sie waren an einem neuen WoMo interessiert, fanden jedoch
nicht das richtige. Dann wurde lecker gegrillt. Olaf präsentierte den neuen
Gasgrill, der auch ohne Probleme funktionierte. Auch das Ergebnis war gut, auch
wenn es an einen Holzkohlegrill nicht heranreicht. Nach dem Essen wurde
natürlich gemeinsam abgewaschen und aufgeräumt.
So
konnten wir dann mit ruhigem Gewissen den gemütlichen Teil des Abends einläuten.
Leider mussten sich Frascati am nächsten Morgen verabschieden, da sie einen
Rückweg von mehr als 700km zu bewältigen hatten. Wir versprachen, weiter in
Kontakt zu bleiben (hat bis jetzt geklappt) und wenn wir in der Nähe sind, mal
vorbeizuschauen (hat noch nicht geklappt).
Für
uns Dagebliebene stand noch ein zweiter Messebesuch auf der Tagesordnung.
Diesmal blieben wir zusammen, da die individuellen Interessen befriedigt waren
und wir jetzt von den Aufklärungsergebnissen der anderen profitieren konnten.
Zunächst entdeckten wir was wirklich verrücktes und hochinteressantes. OK, OK,
Olaf und ich fanden diesen aufgemotzten Ducato Klasse. Unsere Frauen eher
langweilig.
Dann ging es wieder in die Zubehörhölle, ich meine -halle. Dort konnten wir noch eine Waschbürste fürs WoMo erstehen. Olaf hatte dieses hilfreiche WoMo-Fahrzeug am Vortag entdeckt. Er hatte auch den Stand von Froli entdeckt, den wir schon gesucht hatten. Den Grund seht ihr unten.
Das
ist unsere Froli-Led-Außenleuchte. Diese verfügt über einen Bewegungsmelder
(toll, wenn man gerade unterwegs ist) und eine Permanentschaltung (toll, wenn
man abends vor dem WoMo sitzt). Leider gehört zum Lieferumfang kein Schalter,
über den man zwischen den Stellungen Aus-Permanent-Bewegungsmelder wechseln
kann. So etwas haben wir auch nicht im Zubehör oder in Baumärkten gefunden. Also
sollte uns Froli auf der Messe helfen . Des weiteren war uns eine Abdeckung für
die Verschraubung ausgerissen. Sie hat sich gleich auf der ersten Fahrt nach dem
Einbau in der Fachwerkstatt vom Acker gemacht. Auch hier hofften wir auf Ersatz.
Dank unseres Charmes waren wir auch erfolgreich. Man kann auch sagen, dass die
freundlichen Froli-Mitarbeiter uns die gewünschten Teile geschenkt haben. Jetzt
war die Messe für uns ein voller Erfolg. Deshalb gönnten wir uns zum Abschluss
auch noch eine leckere Erbsensuppe im Außenbereich. Kira fand allerdings nur die
Würstchen richtig gut. Jetzt konnten wir glücklich und zufrieden nach Hause
fahren.
Fazit: Diese Messe war bedeutend billiger als die letzte in Essen.
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