Kroatien 07.09. - 07.10.2007

                             

     

     

   

Wie die Zigeuner!

- Aber schön war es -

Teil 1

Vorbemerkung

Für dieses Jahr hatten wir uns eine Rundreise durch Kroatien vorgenommen. Wir wollten viel sehen aber auch ausspannen. Aus diesem Grund wollten wir in Istrien beginnen und dann mal schauen, wie weit wir in Richtung Süden kommen. Zeit hatten wir erst einmal genug: 4 Wochen. Bärbel und Klaus, mit denen wir schon das eine oder andere schöne Wochenende verlebt hatten, wollten uns einen Teil des Weges begleiten. Im Endeffekt sind es 10 verschiedene Campingplätze an der kroatischen Adriaküste geworden. Wir waren dabei auf den Inseln Cres, Krk, Rab, Pag und Murter. Hierzu nutzten wir zum Teil die Fähren oder, sofern möglich, Brücken. Endpunkt, bzw. der südlichste Punkt, den wir erreichten, war Trogir zwischen Sibenik und Split. Entstanden sind etwa 800 Fotos, die wir hier natürlich nicht alle zeigen können. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns erst einmal auf das Wesentlichste. Wer mehr wissen will, muss uns einfach anmailen, dann schicken wir (wenn vorhanden) gern auch weitere Bilder.

1. Anreise

Am 07. September ging es endlich los. Wir starteten gegen 12:00 Uhr. Unser erstes Ziel war der Rastplatz Spessart an der A3, wo wir uns mit Bärbel und Klaus treffen wollten. Nach dem unser Konvoi komplett war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Österreich über die A3, A9, A99 und die A8. Am Rasthof Vaterstetten bei München machten wir einen ersten Tankstopp. Da es mittlerweile 20:00 Uhr war, beschlossen wir, einen Stellplatz für die Nacht anzufahren. Unsere Entscheidung fiel auf Bad Reichenhall, wo wir gegen 23:00 Uhr ankamen. Das Wetter war miserabel. Die ganze Nacht trommelte der Regen auf unser WoMo-Dach. Am nächsten Morgen wollten wir kurz nach 09:00 Uhr weiterfahren. Bei der morgendlichen Dackelrunde entstanden die nachfolgenden Fotos. Wie immer, einfach Großklicken.

     

   

Wenn man den Stellplatz in Reichenhall nur zur Übernachtung als Zwischenstation nutzt, ist er kostenlos. Strom gibt es keinen aber eine Ver- und Entsorgung.

Nach dem Start an diesem Morgen erreichten wir sehr schnell die österreichische Grenze. Die Autobahnvignette hatten wir bereits in Vaterstetten gekauft. Unsere Route führte uns über die A10 durch den Katschbergtunnel sowie den Karawankentunnel nach Slowenien. Vor der Einfahrt in den Katschbergtunnel sahen wir links und rechts der Autobahn noch Schnee, und das im September. Bereits am Karawankentunnel lachte jedoch die Sonne und wir hatten das Schmuddelwetter hinter uns gelassen. Unser Weg führte uns weiter über Ljubljana (was uns etwas aufhielt) nach Capodistria.

Dort gibt es einen Lidl, wo wir noch mal unsere Vorräte auffüllten. Anschließend betraten bzw. befuhren wir kroatischen Boden und nutzten die Küstenstraße, um unser erstes Ziel den Campingplatz Lanterna anzusteuern. Gegen 17:00 Uhr hatten wir es geschafft. Allerdings konnte uns dieser Platz nicht überzeugen. Er war überfüllt und aus unserer Sicht sehr unübersichtlich. Kein guter Start für den Urlaub. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns, zum Campingplatz Valkanela bei Vrsar weiterzufahren. Diesen CP hatten Bärbel und Klaus bereits im Frühjahr besucht und sozusagen vorerkundet.

 

     

       

 

2. Camping Valkanela

 

Gegen 18:30 Uhr trafen wir auf dem Valkanela ein. Zunächst wurden zwei schöne Stellflächen gesucht. Das war gar nicht so einfach, da Anfang September noch in einigen Bundesländern Ferien sind und der Platz deshalb recht voll war. Gefunden haben wir aber trotzdem etwas. Aber so schräg standen wir  noch nie. Da es schon recht spät war, gingen wir hier auf dem Platz essen, kroatische Spezialitäten vom Grill. Das war echt lecker.

 

Am nächsten Morgen erkundeten wir erst einmal den Platz. Die Ergebnisse könnt ihr Euch hier anschauen:

 

 

         

         

Nach der ersten Runde testete Bianka das Wasser. Ihr hat es gefallen. Der Rest von uns war für einen Test erst einmal zu feige.

 

Nach einem kurzen Sonnenbad machten wir uns fertig für eine Fahrradtour nach Vrsar.

In Vrsar gingen wir erst einmal einen Kaffee trinken und ein Eis oder ein Stückchen Kuchen essen.

       

Anschließend schauten wir uns den Hafen und den Ort samt Wochenmarkt an.

       

Zum Mittag entdeckten wir ein Fischrestaurant und gönnten uns eine schöne Fischplatte mit frischem gegrillten Fisch.

   

Zurück auf dem Platz wurde erst einmal ein Päuschen gemacht.

Gegen Abend erwachten die Lebensgeister aber wieder. Bereits bei der Anreise waren uns immer wieder große Öfen aufgefallen, in denen schöne Spanferkel über offenem Feuer gegrillt werden. Solch einem Lokal wollten wir noch einen Besuch abstatten.

   

Während des Essens beschlossen wir auch, bereits am nächsten Tag weiter zu ziehen. Schließlich hatten wir schon genug roten Dreck eingesammelt. Nächstes Ziel sollte der Campingplatz Bi-Village, ca. 20km nördlich von Pula sein. Auf dem Weg dorthin an der Küste entlang fanden wir einige Verlaufsstände mit regionalen Spezialitäten, wie Wein, Schnaps, Honig und Obst. Zum Glück musste ich fahren, so dass lediglich Bianka und Bärbel kosten konnten.

       

     

 

3. Camping Bi-Village

 

Nach der Anmeldung konnten wir aufbauen. Dieser Platz war auch schöner. Es gab zwar auch wieder roten Dreck, dafür standen wir aber halbwegs eben.

Anschließend wurde erst einmal der Strand erkundet und die Hunde ins Wasser geschickt. Hier besteht der Strand ebenfalls aus Split. Man sollte also Badeschuhe mitnehmen. Dafür gibt es aber einen Strandabschnitt, an dem auch Hunde willkommen sind.

     

Nach dem ersten Wasserkontakt und einer Tasse Kaffee machten wir einen Platzerkundungstour. Neben schönen Sanitäranlagen entdeckten wir auch eine Ver- und Entsorgung, einen kleinen Supermarkt, ein Strandrestaurant und einige Läden. Die Ergebnisse gibt es hier:

           

           

           

Am Abend mussten wir natürlich erst mal kosten, was unsere Frauen bei der Anreise am Straßenrand eingekauft hatten. Dass die Kroaten ihr eingewecktes Obst in Schnapsflaschen verstecken habe ich nicht wirklich verstanden. Lecker waren sie und wir haben alle sehr gut geschlafen.

Am nächsten Morgen zogen Wolken auf; eine gute Gelegenheit mal in den nächsten Ort zu wandern. Wir schafften es sogar trocken bis nach Fazana. Zum Glück standen wir direkt vor einem Kaffee als der Himmel seine Schleusen öffnete.

         

       

Irgendwann kam dann aber doch die Sonne raus und saugte das ganze Wasser wieder weg. Jetzt schauten wir uns auch noch den Rest des Ortes an, der recht unspektakulär ist.

   

Zurück auf dem Platz wurde zunächst einmal Wäsche gemacht. Das Wetter zeigte sich mittlerweile wieder von seiner besten Seite. Anschließend gab es einen Kaffee und wir genossen das Wetter.

Einen weiteren Tag blieben wir noch, bevor wir unsere Sachen packten und weiter zogen. Unser nächstes Ziel war der Campingplatz Pila auf der Insel Krk.

 

4. Nach Krk

 

Unmittelbar nach dem Frühstück starteten wir. Erstes Tagesziel war Brestova. Dort wollten wir mit der Fähre nach Cres übersetzen und dann von Merag nach Krk, erneut mit der Fähre, um unser nächstes Ziel den Campingplatz Pila anzusteuern. Die Fahrt war sehr spannend, da die Straßen sehr eng und in einem schlechten Zustand sind. Viel mehr als 60km/h waren nicht drin. Die Landschaft war aber echt beeindruckend. Unterwegs fanden wir noch einen Lidl, wo wir unsere Vorräte ergänzen konnten.

 

   

Dann erreichten wir Brestova und die Fähre. Vor der Anfahrt zum Fährhafen warnte uns ein Schild vor 20% Gefälle. Das klingt erst einmal recht spannend. Man sollte nur wissen, dass kroatische 20% nicht die selbe Neigung aufweisen, wie deutsche. Die Anfahrt war lange nicht so steil, wie erwartet. Leider wissen wir die Fährpreise nicht mehr genau. Die magische Grenze für die Berechnung sind jedoch 7m Fahrzeuglänge. Ab 7m wird es auf allen Routen deutlich teurer. Unser WoMo hat genau 7m. Wir hatten aber noch Fahrräder dabei. Das interessierte jedoch niemanden. In Brestova durften wir dann zuschauen, wie die Fähre gerade ablegte. Das hieß für uns etwa eine Stunde Wartezeit und die Gelegenheit, Mittag zu essen.

 

 

       

Endlich war die Fähre da und wir konnten drauffahren. Ein bisschen nervös waren wir schon. Schließlich hatten wir schon mehrfach gehört und gelesen, dass WoMo's beim Auffahren aufgesessen sind und sich diverse Schäden zugezogen haben. Hier in Kroatien war immer genügend Platz und das WoMo niemals in Gefahr. Schön war auch, dass man beim Auffahren eingewiesen wurde auch wenn es doch recht eng wurde. Bianka blieb bei Kira im WoMo. Bärbel und Klaus kamen auch nicht aus ihrem Fahrzeug heraus. Mir gelang es auch nur mit artistischem Geschick. Anderenfalls hätte ich wohl ein Auto verbeult. So konnte ich aber einige Aufnahmen von der Überfahrt machen.

   

     

     

Als wir endlich ankamen, ging das Chaos los. Bei Ausfahren gab es keine Einweiser. Wer zu erst los fuhr und am stärksten drängelte, kam auch zu erst von Bord. Da hielten wir uns lieber raus. Irgendwann sahen wir aber auch das Tageslicht wieder und begannen unsere Tour über die Insel Cres. Wir empfanden ja die Straßen bis zur Fähre schon schlecht aber was wir hier durchstanden war echt der Wahnsinn. Die Straßen waren noch enger, kurviger und noch schlechter. Die Begegnung mit Gegenverkehr trieb uns den Schweiß auf die Stirn. Wenn man bedenkt, dass uns auch LKW's und Busse entgegenkamen, dann kann man sich sicher vorstellen, dass ich am Ziel neue Wäsche brauchte.

       

Die nächste Fährfahrt nach Krk war unspektakulär und wir kamen am späten Nachmittage glücklich und zufrieden am Campingplatz Pila an.

 

5. Campingplatz Pila

 

Auf diesem Campingplatz fanden wir leider keinen Platz direkt am Wasser. Wir standen weiter im platzinneren, kriegten aber dennoch genügend Sonne. Mittlerweile war auch die Zeit schon recht fortgeschritten, so dass wir nach dem Aufbau das Abendbrot vorbereiteten. Hier kam auch zum ersten Mal unsere Elektropfanne zum Einsatz und wir können sagen, die Anschaffung hat sich gelohnt. Gleichzeitig lief aber auch unsere Campingwaschmaschine mal wieder. Die Platzerkundung verlegten wir auf den kommenden Vormittag.

 

Hier gibt es die Ergebnisse:

     

     

Beeindruckend fanden wir immer wieder, wie klar das Wasser ist. Hier besteht der Strand aus Beton. Über Leitern erreicht man das Wasser. Auch hier benötigt man auf Grund der Steinchen Badeschuhe. Nach der Platzerkundung machten wir eine Radtour am Strand entlang nach Punat. Der Ort beginnt direkt dort, wo der Campingplatz endet. Dass Punat auf den Tourismus ausgerichtet, merkt man sofort.

 

   

Hier kehrten wir auch mal wieder in einem Lokal ein und genossen die lokalen Spezialitäten, was auch unsere Hunde toll fanden.

Nach soviel Aktivität war etwas ausspannen angesagt.

 

Nach dem wir genug gefaulenzt hatten, wurden Pläne für die Weiterreise gemacht. Als nächstes sollte es auf die Insel Rab auf den Campingplatz Padova III gehen. Allerdings wollten wir nicht direkt mit der Fähre nach Rab übersetzen, sondern über die Brücke wieder aufs Festland und anschließend auf der Küstenstraße bis Jablanac zur Fähre. Doch das steht im nächsten Kapitel.

 

 

6. Nach Rab

 

Vom Campingplatz hielten wir uns in Richtung Rijeka, um die Brücke zu erreichen, die die Insel mit dem Festland verbindet. Unterwegs kamen wir noch an einem Käsestand vorbei, wo wir noch einen Testkauf starteten. Später stellten wir aber fest, dass der Käse von der Insel Pag doch erheblich besser ist.

Hier noch ein paar Bilder von der Brückenüberquerung. Ach ja, beim Verlassen der Insel mussten wir an der Mautstelle nichts zahlen.

   

     

Dann ging es die Küstenstraße entlang, die sehr gut ausgebaut aber auch recht kurvig ist.

       

         

Dann war es Zeit für eine kurze Mittagspause.

 

Auch auf unserem weiteren Weg an der Küste entlang haben wir einige kroatische Autocamps gesehen. Das sind kleine Campingplätze, die man für wenig Geld ansteuern kann und meist von Einheimischen betrieben werden. Bei den meisten Plätzen sah aber schon die Anfahrt so abenteuerlich aus, dass wir eine genaue Erkundung bleiben ließen.

Am Nachmittag erreichten wir Jablanac und mussten erneut auf die Fähre warten.

       

Die Wartezeit vertrieben wir uns mit Fische und Wasser angucken.

 

Als die Fähre dann endlich da war, ging das Verladen wieder recht schnell. Wieder standen die Fahrzeug Tür an Tür. Wenn so ein Kahn mal absäuft, werden es viele nicht mehr aus den Fahrzeugen hinaus schaffen.

         

     

Von der Fähranlegestelle bis zum Campingplatz ist es nicht mehr weit. Auf der Fahrt fällt vor allem auf, dass die Ostseite der Insel durch die Bora so platt gehalten wird, dass die Landschaft eher wie der Mond aussieht. Sobald die Westseite erreicht wird, ist plötzlich alles schön grün.

 

 

Unser Urlaub geht auf der nächsten Seite weiter!

 

 

Hier geht`s zum Inhaltsverzeichnis!