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Wie die Zigeuner!
- Aber schön war es -
Teil 1
Vorbemerkung
Für dieses Jahr hatten wir uns eine Rundreise durch Kroatien vorgenommen. Wir wollten viel sehen aber auch ausspannen. Aus diesem Grund wollten wir in Istrien beginnen und dann mal schauen, wie weit wir in Richtung Süden kommen. Zeit hatten wir erst einmal genug: 4 Wochen. Bärbel und Klaus, mit denen wir schon das eine oder andere schöne Wochenende verlebt hatten, wollten uns einen Teil des Weges begleiten. Im Endeffekt sind es 10 verschiedene Campingplätze an der kroatischen Adriaküste geworden. Wir waren dabei auf den Inseln Cres, Krk, Rab, Pag und Murter. Hierzu nutzten wir zum Teil die Fähren oder, sofern möglich, Brücken. Endpunkt, bzw. der südlichste Punkt, den wir erreichten, war Trogir zwischen Sibenik und Split. Entstanden sind etwa 800 Fotos, die wir hier natürlich nicht alle zeigen können. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns erst einmal auf das Wesentlichste. Wer mehr wissen will, muss uns einfach anmailen, dann schicken wir (wenn vorhanden) gern auch weitere Bilder.
1. Anreise
Am 07. September ging es endlich los. Wir starteten gegen 12:00 Uhr. Unser erstes Ziel war der Rastplatz Spessart an der A3, wo wir uns mit Bärbel und Klaus treffen wollten. Nach dem unser Konvoi komplett war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Österreich über die A3, A9, A99 und die A8. Am Rasthof Vaterstetten bei München machten wir einen ersten Tankstopp. Da es mittlerweile 20:00 Uhr war, beschlossen wir, einen Stellplatz für die Nacht anzufahren. Unsere Entscheidung fiel auf Bad Reichenhall, wo wir gegen 23:00 Uhr ankamen. Das Wetter war miserabel. Die ganze Nacht trommelte der Regen auf unser WoMo-Dach. Am nächsten Morgen wollten wir kurz nach 09:00 Uhr weiterfahren. Bei der morgendlichen Dackelrunde entstanden die nachfolgenden Fotos. Wie immer, einfach Großklicken.
Wenn man den Stellplatz in Reichenhall nur zur Übernachtung als Zwischenstation nutzt, ist er kostenlos. Strom gibt es keinen aber eine Ver- und Entsorgung.
Nach
dem Start an diesem Morgen erreichten wir sehr schnell die österreichische
Grenze. Die Autobahnvignette hatten wir bereits in Vaterstetten gekauft. Unsere
Route führte uns über die A10 durch den Katschbergtunnel sowie den
Karawankentunnel nach Slowenien. Vor der Einfahrt in den Katschbergtunnel sahen
wir links und rechts der Autobahn noch Schnee, und das im September. Bereits am
Karawankentunnel lachte jedoch die Sonne und wir hatten das Schmuddelwetter
hinter uns gelassen. Unser Weg führte uns weiter über Ljubljana (was uns etwas
aufhielt) nach Capodistria.
Dort
gibt es einen Lidl, wo wir noch mal unsere Vorräte auffüllten. Anschließend
betraten bzw. befuhren wir kroatischen Boden und nutzten die Küstenstraße, um
unser erstes Ziel den Campingplatz Lanterna anzusteuern. Gegen 17:00 Uhr hatten
wir es geschafft. Allerdings konnte uns dieser Platz nicht überzeugen. Er war
überfüllt und aus unserer Sicht sehr unübersichtlich. Kein guter Start für den
Urlaub. Nach kurzer Beratung entschlossen wir uns, zum Campingplatz Valkanela
bei Vrsar weiterzufahren. Diesen CP hatten Bärbel und Klaus bereits im Frühjahr
besucht und sozusagen vorerkundet.
2. Camping Valkanela
Gegen
18:30 Uhr trafen wir auf dem Valkanela ein. Zunächst wurden zwei schöne
Stellflächen gesucht. Das war gar nicht so einfach, da Anfang September noch in
einigen Bundesländern Ferien sind und der Platz deshalb recht voll war. Gefunden
haben wir aber trotzdem etwas. Aber so schräg standen wir noch nie. Da es
schon recht spät war, gingen wir hier auf dem Platz essen, kroatische
Spezialitäten vom Grill. Das war echt lecker.
Am nächsten Morgen erkundeten wir erst einmal den Platz. Die Ergebnisse könnt ihr Euch hier anschauen:
Nach
der ersten Runde testete Bianka das Wasser. Ihr hat es gefallen. Der Rest von
uns war für einen Test erst einmal zu feige.
Nach einem kurzen Sonnenbad machten wir uns fertig für eine Fahrradtour nach Vrsar.
In Vrsar gingen wir erst einmal einen Kaffee trinken und ein Eis oder ein Stückchen Kuchen essen.
Anschließend schauten wir uns den Hafen und den Ort samt Wochenmarkt an.
Zum Mittag entdeckten wir ein Fischrestaurant und gönnten uns eine schöne Fischplatte mit frischem gegrillten Fisch.
Zurück auf dem Platz wurde erst einmal ein Päuschen gemacht.
Gegen Abend erwachten die Lebensgeister aber wieder. Bereits bei der Anreise waren uns immer wieder große Öfen aufgefallen, in denen schöne Spanferkel über offenem Feuer gegrillt werden. Solch einem Lokal wollten wir noch einen Besuch abstatten.
Während des Essens beschlossen wir auch, bereits am nächsten Tag weiter zu ziehen. Schließlich hatten wir schon genug roten Dreck eingesammelt. Nächstes Ziel sollte der Campingplatz Bi-Village, ca. 20km nördlich von Pula sein. Auf dem Weg dorthin an der Küste entlang fanden wir einige Verlaufsstände mit regionalen Spezialitäten, wie Wein, Schnaps, Honig und Obst. Zum Glück musste ich fahren, so dass lediglich Bianka und Bärbel kosten konnten.
3. Camping Bi-Village
Nach
der Anmeldung konnten wir aufbauen. Dieser Platz war auch schöner. Es gab zwar
auch wieder roten Dreck, dafür standen wir aber halbwegs eben.
Anschließend wurde erst einmal der Strand erkundet und die Hunde ins Wasser geschickt. Hier besteht der Strand ebenfalls aus Split. Man sollte also Badeschuhe mitnehmen. Dafür gibt es aber einen Strandabschnitt, an dem auch Hunde willkommen sind.
Nach dem ersten Wasserkontakt und einer Tasse Kaffee machten wir einen Platzerkundungstour. Neben schönen Sanitäranlagen entdeckten wir auch eine Ver- und Entsorgung, einen kleinen Supermarkt, ein Strandrestaurant und einige Läden. Die Ergebnisse gibt es hier:
Am
Abend mussten wir natürlich erst mal kosten, was unsere Frauen bei der Anreise
am Straßenrand eingekauft hatten. Dass die Kroaten ihr eingewecktes Obst in
Schnapsflaschen verstecken habe ich nicht wirklich verstanden. Lecker waren sie
und wir haben alle sehr gut geschlafen.
Am nächsten Morgen zogen Wolken auf; eine gute Gelegenheit mal in den nächsten Ort zu wandern. Wir schafften es sogar trocken bis nach Fazana. Zum Glück standen wir direkt vor einem Kaffee als der Himmel seine Schleusen öffnete.
Irgendwann
kam dann aber doch die Sonne raus und saugte das ganze Wasser wieder weg. Jetzt
schauten wir uns auch noch den Rest des Ortes an, der recht unspektakulär ist.
Zurück
auf dem Platz wurde zunächst einmal Wäsche gemacht. Das Wetter zeigte sich
mittlerweile wieder von seiner besten Seite. Anschließend gab es einen Kaffee
und wir genossen das Wetter.
Einen weiteren Tag blieben wir noch, bevor wir unsere Sachen packten und weiter zogen. Unser nächstes Ziel war der Campingplatz Pila auf der Insel Krk.
4. Nach Krk
Unmittelbar
nach dem Frühstück starteten wir. Erstes Tagesziel war Brestova. Dort wollten
wir mit der Fähre nach Cres übersetzen und dann von Merag nach Krk, erneut mit
der Fähre, um unser nächstes Ziel den Campingplatz Pila anzusteuern. Die Fahrt
war sehr spannend, da die Straßen sehr eng und in einem schlechten Zustand sind.
Viel mehr als 60km/h waren nicht drin. Die Landschaft war aber echt
beeindruckend. Unterwegs fanden wir noch einen Lidl, wo wir unsere Vorräte
ergänzen konnten.
Dann
erreichten wir Brestova und die Fähre. Vor der Anfahrt zum Fährhafen warnte uns
ein Schild vor 20% Gefälle. Das klingt erst einmal recht spannend. Man sollte
nur wissen, dass kroatische 20% nicht die selbe Neigung aufweisen, wie deutsche.
Die Anfahrt war lange nicht so steil, wie erwartet. Leider wissen wir die
Fährpreise nicht mehr genau. Die magische Grenze für die Berechnung sind jedoch
7m Fahrzeuglänge. Ab 7m wird es auf allen Routen deutlich teurer. Unser WoMo hat
genau 7m. Wir hatten aber noch Fahrräder dabei. Das interessierte jedoch
niemanden. In Brestova durften wir dann zuschauen, wie die Fähre gerade ablegte.
Das hieß für uns etwa eine Stunde Wartezeit und die Gelegenheit, Mittag zu
essen.
Endlich
war die Fähre da und wir konnten drauffahren. Ein bisschen nervös waren wir
schon. Schließlich hatten wir schon mehrfach gehört und gelesen, dass WoMo's
beim Auffahren aufgesessen sind und sich diverse Schäden zugezogen haben. Hier
in Kroatien war immer genügend Platz und das WoMo niemals in Gefahr. Schön war
auch, dass man beim Auffahren eingewiesen wurde auch wenn es doch recht eng
wurde. Bianka blieb bei Kira im WoMo. Bärbel und Klaus kamen auch nicht aus
ihrem Fahrzeug heraus. Mir gelang es auch nur mit artistischem Geschick.
Anderenfalls hätte ich wohl ein Auto verbeult. So konnte ich aber einige
Aufnahmen von der Überfahrt machen.
Als
wir endlich ankamen, ging das Chaos los. Bei Ausfahren gab es keine Einweiser.
Wer zu erst los fuhr und am stärksten drängelte, kam auch zu erst von Bord. Da
hielten wir uns lieber raus. Irgendwann sahen wir aber auch das Tageslicht
wieder und begannen unsere Tour über die Insel Cres. Wir empfanden ja die
Straßen bis zur Fähre schon schlecht aber was wir hier durchstanden war echt der
Wahnsinn. Die Straßen waren noch enger, kurviger und noch schlechter. Die
Begegnung mit Gegenverkehr trieb uns den Schweiß auf die Stirn. Wenn man
bedenkt, dass uns auch LKW's und Busse entgegenkamen, dann kann man sich sicher
vorstellen, dass ich am Ziel neue Wäsche brauchte.
Die nächste Fährfahrt nach Krk war unspektakulär und wir kamen am späten Nachmittage glücklich und zufrieden am Campingplatz Pila an.
5. Campingplatz Pila
Auf
diesem Campingplatz fanden wir leider keinen Platz direkt am Wasser. Wir standen
weiter im platzinneren, kriegten aber dennoch genügend Sonne. Mittlerweile war
auch die Zeit schon recht fortgeschritten, so dass wir nach dem Aufbau das
Abendbrot vorbereiteten. Hier kam auch zum ersten Mal unsere Elektropfanne zum
Einsatz und wir können sagen, die Anschaffung hat sich gelohnt. Gleichzeitig
lief aber auch unsere Campingwaschmaschine mal wieder. Die Platzerkundung
verlegten wir auf den kommenden Vormittag.
Hier gibt es die Ergebnisse:
Beeindruckend
fanden wir immer wieder, wie klar das Wasser ist. Hier besteht der Strand aus
Beton. Über Leitern erreicht man das Wasser. Auch hier benötigt man auf Grund
der Steinchen Badeschuhe. Nach der Platzerkundung machten wir eine Radtour am
Strand entlang nach Punat. Der Ort beginnt direkt dort, wo der Campingplatz
endet. Dass Punat auf den Tourismus ausgerichtet, merkt man sofort.
Hier kehrten wir auch mal wieder in einem Lokal ein und genossen die lokalen Spezialitäten, was auch unsere Hunde toll fanden.
Nach
soviel Aktivität war etwas ausspannen angesagt.
Nach dem wir genug gefaulenzt hatten, wurden Pläne für die Weiterreise gemacht. Als nächstes sollte es auf die Insel Rab auf den Campingplatz Padova III gehen. Allerdings wollten wir nicht direkt mit der Fähre nach Rab übersetzen, sondern über die Brücke wieder aufs Festland und anschließend auf der Küstenstraße bis Jablanac zur Fähre. Doch das steht im nächsten Kapitel.
6. Nach Rab
Vom
Campingplatz hielten wir uns in Richtung Rijeka, um die Brücke zu erreichen, die
die Insel mit dem Festland verbindet. Unterwegs kamen wir noch an einem
Käsestand vorbei, wo wir noch einen Testkauf starteten. Später stellten wir aber
fest, dass der Käse von der Insel Pag doch erheblich besser ist.
Hier noch ein paar Bilder von der Brückenüberquerung. Ach ja, beim Verlassen der Insel mussten wir an der Mautstelle nichts zahlen.
Dann ging es die Küstenstraße entlang, die sehr gut ausgebaut aber auch recht kurvig ist.
Dann war es Zeit für eine kurze Mittagspause.
Auch auf unserem weiteren Weg an der Küste entlang haben wir einige kroatische Autocamps gesehen. Das sind kleine Campingplätze, die man für wenig Geld ansteuern kann und meist von Einheimischen betrieben werden. Bei den meisten Plätzen sah aber schon die Anfahrt so abenteuerlich aus, dass wir eine genaue Erkundung bleiben ließen.
Am Nachmittag erreichten wir Jablanac und mussten erneut auf die Fähre warten.
Die Wartezeit vertrieben wir uns mit Fische und Wasser angucken.
Als die Fähre dann endlich da war, ging das Verladen wieder recht schnell. Wieder standen die Fahrzeug Tür an Tür. Wenn so ein Kahn mal absäuft, werden es viele nicht mehr aus den Fahrzeugen hinaus schaffen.
Von
der Fähranlegestelle bis zum Campingplatz ist es nicht mehr weit. Auf der Fahrt
fällt vor allem auf, dass die Ostseite der Insel durch die Bora so platt
gehalten wird, dass die Landschaft eher wie der Mond aussieht. Sobald die
Westseite erreicht wird, ist plötzlich alles schön grün.
Unser Urlaub geht auf der nächsten Seite weiter!
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